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Werks - und Baugeschichte

1898 erwarb der Zivilingenieur Franz Seiffert die am damaligen Lichterfelder Weg vorhandene Eisengießerei „Gerlach & Krell“, um hierher seine 1893 in Berlin-Wedding gegründete, stark expandierende Rohrleitungsfabrik zu verlagern. Direktion, Verkauf und Projektierung verblieben in Berlin. Seiffert hatte sich einen Namen gemacht mit den ersten in Deutschland industriell gefertigten Rohrleitungen, insbesondere mit neuartigen nahtlosen Dampfhochdruck-rohrleitungen, die für die Entwicklung von betriebssicheren großen Elektrizitätswerken eine grundlegende Voraussetzung darstellten. Entsprechende Spezialrohrsysteme wurden in zahlreichen deutschen und europäischen Kraftwerksanlagen installiert, darunter 1908/09 auch im nahen Elektrizitätswerk Heegermühle. Einer der beachtesteten Anfangserfolge war 1900 die von Seiffert gelieferte Rohrleitungsanlage zur Dampfversorgung aller auf der Pariser Weltausstellung gezeigten Maschinen. Das am Standort bei Eberswalde übernommene kleine Werkstattgelände erfuhr während der nächsten 25 Jahre beträchtliche Erweiterungen, die sich in vier Etappen vollzogen.

 

  1. Ausbauphase

     

    Die ersten Ausbauschritte nach der Jahrhundertwende beschränkten sich darauf, in der zwischen Straße und Kanal um die alte Werkstatt neue Betriebsbauten anzuschließen (zwei Dreherei – und zwei Gießereigebäude, Modelltischlerei, Expeditionsgebäude sowie an der Werkszufahrt ein Betriebsbürogebäude).

     

  2. Ausbauphase

    Die kapitalstärkende Umbildung zur Aktiengesellschaft 1905 ermöglichte die zweite Ausbauphase. 1905 bis 1912 errichtete man eine große Rohrbiegerei, sowie das Gelände erstmals nach Norden erweiternd, eine moderne Stahlgießerei und ein Zentral-Kesselhaus. Für den neuen und rasch erfolgreichen Geschäftsbereich des Armaturenbaus entstand außerdem eine Ventilfabrik. An der Straße wurde die Gebäudefront mit Schmiede – und Schweißereihallen auf zunächst rund 150 m verlängert. Für den Waren und Güterverkehr wichtig war der jetzt erst erfolgte Anschluss an den Finowkanal über eine 120m lange, den Steilhang hinab bis unterhalb der Drahthammerschleuse gespannte Seilbahn. 1912 zählte das Unternehmen bereits 1000 Beschäftigte.

     

  3. Ausbauphase

    Während des Ersten Weltkrieges wurden einzelne Werksteile vorrübergehend zur Munitionsfabrikation umgewidmet. Wichtigster baulicher Zuwachs dieser dritten Ausbauphase war die abgelegene Wellrohrbiegerei am oberen Werksende der heutigen Coppistraße. Alle bis Kriegsende entstandenen massiven Gebäude waren in sehr ähnlichen Formen gestaltet (gelbe Sichtziegelbauten mit roter Ziegelgliederung).

     

  4. Ausbauphase

Bedeutenden Zuwachs um fast die doppelte Betriebsfläche erfuhr das Werk trotz politischer Krisenjahre und Inflation während der unmittelbaren Nachkriegszeit 1919- 1924. Während dieser vierten Ausbauphase entstanden u.a. eine Kesselschmiedehalle bzw. Lokomotiv-Reparaturwerkstatt, eine Schieberwerkstatt, eine Versandhalle, sowie ein neues Kesselhaus und eine lange Eisenlagerhalle. Stilistisch setzen sich diese jüngeren Bauten deutlich vom Altbestand ab, einige sind auffällig qualitätsvoll proportioniert und heben sich durch ihren neoklassizistischen Gestaltungsapparat mit Lisenenrahmung, Gebälk und flachen Dreiecksgiebel besonders hervor.

 

 

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